Freitag, Juli 28, 2006

Kapitalanlage Luxusuhr?


Spekulation mit Rolex, Patek, Cartier und Co.?

Lohnt sich eine Investition in einen (teuren) Zeitmesser mit der Aussicht auf Gewinne? Welches sind die Kriterien, die Einflussfaktoren auf die Wertentwicklung einer Luxusuhr? Was mögen die Käufer auf dem Zweitmarkt?

In der Vergangenheit haben einzelne der edlen Zeitmesser gezeigt, dass ihr Besitzer beim Kauf ein goldenes Händchen hatte. Als ein klassisches Beispiel dafür gilt die Rolex Daytona mit dem Paul-Newman-Zifferblatt. Dieses Daytona-Modell mit Handaufzug war die einzige Rolex, die je von Händlern im Preis herabgesetzt werden musste. Die Käufer gaben der Automatikversion den Vorzug. Ausserdem soll die "Paul Newman" die Manschetten beschädigt haben und die verschraubte Krone machte sowieso den Handaufzug kaputt. So ihr Ruf bis Ende der siebziger Jahre. Im Jahre 1989 quotierte das Auktionshaus Antiquorum eine "Rolex Daytona Paul Newman" in Gold in Hongkong mit 75.000/100.000 Hongkong-Dollar. Nur 13 Jahre später, nämlich 2002 erreichte das selbe Modell und wieder in Hongkong eine Quotierung von 140.000/170.000 Hongkong-Dollar. So kann es gehen, muss aber nicht.

Auf meine Anfrage nach Wertsteigerungen bei Luxusuhren erzählte mir ein Auktionator: "Vergessen Sie es! Wir bekommen sehr schöne Stücke rein, die haben neu 180.000 Dollar gekostet und bringen auf unseren Auktionen nicht einmal die Hälfte des Neupreises. Wenn Ihnen eine Uhr gefällt, dann kaufen Sie sie und tragen Sie sie."

Wir können also grundsätzlich davon ausgehen, dass fast alle Uhren am Markt im Wert verfallen, einige scheller, andere langsamer. Nur wenige seltene und gut erhaltene Zeitmesser erhalten die Gunst der Sammler und steigen im Wert. Welche das sein werden, wird die Vergangenheit zeigen. Dabei ist jedoch wichtig:

Kaufkraft und -motivation der Liebhaber
In Zeiten schlechter wirtschaftlicher Entwicklung wird nicht zu allererst an den Kauf einer Uhr gedacht. Boomt die Wirtschaft werden auch eher Uhren gesammelt.

Nutzen für den Käufer
Je robuster und funktioneller, desto besser. Spielereien, wie Mondphase, sind weniger interessant. Ein ewiger Kalender, der einmal gestellt, nicht mehr korrigiert werden muss, nützt dem Besitzer dagegen umso mehr. Auch Anzeige der Weltzeit kommt gut an und das Tourbillon erfährt im Moment seine Renaissance. Aber für alle gilt, die Uhr muss in Ordnung sein und ihren Dienst verrichten.

Komplikationen
Je weniger Komplikationen eine Uhr hat umso robuster und alltagstauglicher ist sie. Sie nützt ihrem Besitzer. Dennoch! Die Tour de l'Ile aus dem Hause Vacheron Constantin, gefertigt aus 834 Einzelteilen in einer limitierten Auflage von nur sieben Stück, brachte am 03. April 2005 auf der Auktion "The Quarter of Millenium of Vacheron Constantin 1755 – 2005" des Hauses Antiquorum in Genf mit 1,88 Millionen Schweizer Franken den bisher weltweit höchsten Preis, den eine je eine zeitgenössische Armbanduhr erzielte.

Kaliber
Grundsätzlich lieben Sammler hochwertige feine mechanische Uhren, in Manufakturen gefertigt. Jedoch zeigt sich sogar bei eBay, dass sich Original-LED-Quarz-Uhren aus den siebziger Jahren heutzutage wieder gut verkaufen. Als Beispiel sei hier die LED-Quarz-Armbanduhr mit Calculator der Firma Pulsar genannt.

Marke
Noname interessiert niemanden. Die Sammler lieben Marken, wie Patek Phillippe, Rolex oder Vacheron Constantin.

Angebot und Nachfrage
Solange ein Modell produziert wird und im Handel erhältlich ist, wird es eher nicht zum Kultobjekt. Ausgenommen vielleicht die Stahlausführung der Rolex Daytona in Europa. Hier wartet der Interessent acht Jahre auf die Auserwählte, so dass er schon mal gegen einen Aufschlag auf den Händlerpreis die Wartezeit verkürzt.

Zustand und Pflege
Nicht nur das Werk sondern auch äusserlich muss die Uhr gepflegt und Top in Ordnung sein. Am besten Zustand wie neu.

Seltenheit und Material
Limitierte Stücke mit Jubiläumsschriftzug können aufgrund ihrer Seltenheit mitunter sehr begehrt sein. Ebenso Ausführungen aus besonderem Material, wie zum Beispiel Platin. So war die Jubiläumsuhr in Platinausführung limitiert auf 25 Stück aus dem Hause Patek Philippe, geschaffen anlässlich des 125. Geburtstages des Juwelierhauses Wempe, nicht nur innerhalb weniger Tage vergriffen, sondern stieg auch sofort in ihrem Wert.

Verkauf
Verkaufen muss man können, titelte Anton Stangl sein Buch. Das trifft auch und vielleicht gerade bei Luxusuhren zu. Wenn man sich zum Beispiel die Angebote bei eBay anschaut, dann vergessen die meisten Verkäufer, ihre Präsentation auf die Uhr auszurichten. Man kommt sich vor, wie in einem Grossmarkt. Wenn dagegen Christie's einen feinen Zeitmesser präsentiert, hat das mehr Gewicht.

Einen Tipp zu geben, ob eine Uhr künftig eine Wertsteigerung erfährt, ist also fast unmöglich. Zu viele Faktoren bestimmen ihren Preis am Zweitmarkt und beeinflussen sich gegenseitig. Wie auch an der Börse kann es mal rauf und auch mal wieder herunter gehen. Daher denke ich genauso, wie der erwähnte Auktionator. In erster Linie soll eine Uhr ihrem Besitzer die Zeit anzeigen und ihn erfreuen. Wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass ihr Wert gestiegen ist, kann dies nur ein sehr schöner Bonus sein.

Foto: Tour de l'Ile - Am 03. April 2005 für 1,88 Millionen Schweizer Franken versteigert durch Antiquorum in Genf - © Vacheron Constantin

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NOMOS: Die Gläserne Manufaktur


Schlanke Produktlinie, Konzentration auf das Wesentliche und natürlich seit 2005 Manufaktur zeichnen den 1990 gegründeten Glashütter Uhrenhersteller aus. Präzision, Stil und Transparenz zu einem so günstigen Preis, dass NOMOS damit sogar auf ihrer Website wirbt und Endkunden eine Investition in diese Uhren als "verboten niedrig" bezeichnen. Die Tangente, variantenreich und trotzdem beständig, ist für Jurys schon fast wieder langweilig, weil sie Jahr für Jahr mehrfach ausgezeichnet wird. So langweilig, dass auf der Basel World 2006 sich die Besucher wieder in Reihen zu dritt am NOMOS-Stand drängten. Manufakturkaliber unter eintausend Euro, in vier Lagen reguliert, Glashütter Sonnenschliff, Dreiviertelplatine, gebläute Schrauben, Handaufzug oder Automatik, Standard oder Sportmodell suchen weltweit ihres Gleichen. Wobei Standard bei NOMOS lediglich ohne Datum bedeutet. Der Tangomat, die Tangente mit Automatikkaliber, schlug auf der Baselworld 2005 ein wie eine Bombe. Das Resultat sind inzwischen Wartezeiten bis zu neun Monaten. Den zweiten schweren Treffer landete die Manufaktur in 2006 mit ihrem "NOMOS Universallexikon". Es ist "das schwerste Produkt, das je aus Glashütter Manufakturen kam" und zieht die Liebhaber mit 422 Texten auf 336 Seiten, kiloweisen Fotos, Witz und Spannung in ihren Bann. Das gelbe Nachschlagewerk macht den Hersteller zur "Gläsernen Manufaktur" und ist bei NOMOS, im gut sortierten Buchhandel oder auch bei Juwelier Wempe erhältlich. Die Experten sind sich einig. NOMOS baut robuste Zeitmesser in Spitzenqualität mit einem unerhört guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dass diese Uhren für die Ewigkeit bestimmt sind und Generationen überdauern, sind wir ja von den Glashüttern gewohnt.

Foto: © NOMOS

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Dienstag, Juli 25, 2006

CITIZEN Multifunktion Chrono Basic AN3305-59L


Es lohnt sich immer mal zu schauen, wie sich klassisches Design aus dem Mutterland der Chronometer, also aus der Schweiz, auf den übrigen Markt auswirkt.

Man nehme ein bisschen "ROLEX Submariner" gebe etwas "Zenith El Primero Rainbow" hinzu, würze mit einem Quarz-Kaliber und heraus kommt der CITIZEN Multifunktion Chrono Basic AN3305-59L. Aber warum nicht. Wer sich aus verständlichen Gründen scheut, Replicas der vorgenannten schweizer Marken zu tragen, aber trotzdem auf erstklassiges Design mit einer gewissen Ganggenauigkeit zu günstigem Preis steht, kann hier bedenkenlos zuschlagen und erhält einen Zeitmesser in Bicolor-Ausführung, wasserdicht bis 10 Bar mit Chronograph, Datum und Sicherheitsschliesse. Das schönste neben der Legalität ist natürlich, dass alle ausgewiesenen Komplikationen auch funktionieren und man keinen hochroten Kopf bekommt, wenn "wissende" Freunde interessiert auffordern:"Zeig mal den Chronographen!" ;)

Foto: Citizen

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Dienstag, Juli 18, 2006

Im Focus: Die teuersten Uhren der Welt?

"Luxus-Chronometer - Die teuersten Uhren der Welt"

So titelt Focus Online und präsentiert eine Auswahl an mechanischen Armbanduhren. Als Leser hätte ich an dieser Stelle die wirklichen High-Lights unter den Zeitmessern erwartet. So fehlt zum Beispiel die "Sky Moon Tourbillon" von Patek Philippe. Statt dessen fällt man beim Blättern in der Gallerie schnell in die mittlere und untere Preisklasse ab. Auch sucht der Leser hier vergeblich nach interessanten Informationen über die präsentierten Stücke. Des Weiteren sind nicht alle der vorgestellten Zeitmesser auch wirkliche Chronometer. Nicht einmal das Wort "Luxus" trifft im vollen Umfange zu. Die "Sports M 12" aus dem Hause Mühle, Glashütte ist zum Beispiel eine Uhr für Profis und kein Luxus. Trotzdem ist es ein sehenswerter Querschnitt aus einer Vielzahl von Modellen.

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Sonntag, Juli 16, 2006

Jaeger LeCoultre: Atmos - Leonardo da Vincis Traum fast Realität


Die Atmos aus dem Hause Jaeger-LeCoultre ist angwandte Physik vom Feinsten. Ein Zeitmesser, der die hohe Schule von Thermodynamik und technischer Mechanik in Verbindung mit zeitloser Eleganz präsentiert. Geringste Temperaturschwankungen von nur einem Kelvin verleihen dieser Tischuhr, welche erstmals 1928 lanciert wurde, eine Gangreserve von 48 Stunden. Ein Gas, in einer hermetisch verschlossenen Kapsel, dehnt sich bei höherer Temperatur aus und zieht sich bei niedrigerer Temperatur zusammen. Eine Spiralfeder in der Kapsel macht diese Bewegung ähnlich einem Blasebalg mit und zieht dabei die Antriebsfeder der Uhr auf. Ein Vorgang der solange funktioniert, wie es Temperaturschwankungen gibt. Die an einem Stahllegierungsdraht, der dünner als ein Menschenhaar ist und Reibungsverluste fast ausschliesst, aufgehängte Ringunruh bewegt sich dabei mit beruhigenden zwei Halbschwingungen pro Minute. Die Atmos hat so einen hohen Wirkungsgrad, dass Experten sie als die höchstmögliche Annäherung an den Traum von Leonardo da Vinci vom „Perpetuum mobile“ bezeichnen. Die Uhr ist in verschiedensten Varianten erhältlich, von der "Atmos Classique" mit Stunden- und Minutenzeige, der "Atmos Classique Phases de Lune" mit Mondphase bis hin zur "Atmos Régulateur" mit getrennten Zifferblättern für Stunden- und Minutenzeiger. Dass der Liebhaber dabei zwischen vergoldetem oder rhodiniertem Gehäuse wählen darf, ist selbstverständlich. Die Mondphasenanzeige stellt eine weitere Meisterleistung der Uhrmacher von Jaeger LeCoultre dar. Während traditionelle Uhren mit der Verschiebung von einem Tag in 122 Jahren die Mondphasen "etwas ungenau" darstellen, präsentiert die Atmos eine Präzision von nur einem Tag in 3821 Jahren. Eine Uhr für die Ewigkeit die, einmal gestellt, ihre Besitzer über Generationen nicht im Stich lässt.

Foto: © Wempe

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Samstag, Juli 15, 2006

Breguet Double Tourbillon Ref. 5347


Nachdem Uhren mit Tourbillon nun schon für rund 2.000 Euro zu erhalten sind, zeigen die Meisteruhrmacher aus dem Hause Montres Breguet SA wie man es richtig macht und haben in diesem Jahr ein Double Tourbillon lanciert. Das Meisterstück ihrer Reihe "Grande Complication" mit der Referenznummer 5347 wohnt in einem Platingehäuse von 44 Millimeter Durchmesser. Front- und Bodenglas sind aus Saphir gefertigt, die Breguet-Zeiger obligatorisch. Das Werk mit seinen 570 Einzelteilen hat natürlich Handaufzug. Die beiden Tourbillons arbeiten unabhängig voneinander und drehen sich samt Zifferblatt in 12 Stunden einmal um ihren gemeinsamen Schwerpunkt, wie hier schön zu sehen.

Foto: © Montres Breguet SA

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Dienstag, Juli 11, 2006

Drehganguhr - Tourbillon - Fliegendes Tourbillon - Volkstourbillon


Das Tourbillon (sog. Drehganguhr) wurde 1795 von dem Franzosen Abraham - Louis Breguet erfunden und 1801 patentiert (Foto links: Urkunde). Ursprünglich diente die Konstruktion nicht nur dazu, bei Taschen-, Wand- oder Tischuhren den Schwerpunktfehler an Unruh und Unruhspirale auszugleichen, sondern ebenfalls Unwuchten des Gangreglers zu kompensieren. Dabei dreht sich ein Käfig in dem das komplette Unruh- und Hemmungssystem gelagert ist, während einer bestimmten Zeit einmal um sich selbst.

Eine besondere Konstruktion ist das sogenannte "Fliegende Tourbillon", 1920 erfunden von Alfred Helwig. Während Tourbillons üblich zweifach gelagert sind, wird das Alfed-Helwig-Tourbillon von nur einem Lager gehalten, ist also fliegend aufgehangen.


Aufgrund der heutigen hohen Präzision in der Uhrmacherkunst ist ein Tourbillon für die Ganggenauigkeit einer Uhr nicht mehr notwendig. Jedoch stellt es die wohl höchste technische Herausforderung an die Meisteruhrmacher dar.

Das derzeitige Highlight unter den Zeitmessern mit Tourbillon ist die Sky Moon Tourbillon aus dem Hause Patek Philippe. Der Tourbillon-Käfig hat hier einen beachtlichen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter.

Erstaunlich günstige Angebote, man könnte sie auch Volkstourbillon nennen, kommen aus dem Hause Swatch mit der Diaphane One oder ein Fliegendes Tourbillon von Omnia Watch Co., das Tourbillon No. IV.


Durch seine filigrane Konstruktion ist ein Tourbillon sehr empfindlich und sollte daher nicht im Alltag getragen werden.

An dieser Stelle besonderen Dank an Montres Breguet SA für die freundliche Unterstützung und die tollen Fotos.

Fotos: © Montres Breguet SA

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BULGARI Tourbillon 40


Das jüngste Tourbillon-Model aus dem Hause Bulgari ist die Tourbillon 40 aus der Serie "Grandes Complications". In dem bis 30 Meter wasserdichten Platingehäuse schlägt das Daniel Roth-Kaliber DR052 mit 65 Stunden Gangreserve. Das Zifferblatt ist guillochiert, die Zeiger gebläut. Die Tourbillon-Brücke sind aus blau galvanisertem Stahl. Das Uhrglas und der Boden wurden aus Saphirglas gefertigt. Die Auflage ist auf 20 Stück limitiert.

Foto: Bulgari

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Freitag, Juli 07, 2006

Ulysse Nardin im Kreml


Die Rüstkammer des Kreml feiert ihr 200-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass zeigt Ulysse Nardin vom 06. bis 19. Juli der Öffentlichkeit im "Armory Museeum" des Kreml in Moskau seine historischen und zeitgenössischen Zeitmesser. Die Ausstellung wurde von der Tochter des ersten Kosmonauten Juri Gagarin und Rolf W. Schnyder, Präsident von Ulysse Nardin eröffnet. Ulysse brachte dazu 116 ungewöhnliche Uhren nach Russland, angefangen von der ersten astronomischen Zeitmaschine "Dondi”, welche die Manufaktur kürzlich vom Time Museum in Chicago bei einer Sotheby Auktion in New York erstanden hat, bis zu aktuellen exklusiven Zeitmessern, wie die Westminster Tourbillon Minutenrepetition Genghis Khan. Zu Ehren des historischen Ereignisses lancierte Ulysse Nardin ein Meisterwerk in limitierter Auflage von 30 Uhren. Eines dieser Sammlerstücke in seiner als Blaues-Email-Ei gefertigten Schatulle, dekoriert mit hochkarätigen Diamanten, welche die Türme und Tore des Kreml zeigen, wurde zur Eröffnung der Ausstellung vorgestellt.

Foto: © Ulysse Nardin

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Samstag, Juni 24, 2006

Rolex: Der Robin Hood zwischen Feingeist und Proll

Einen netten Artikel zum geliebten Thema Rolex hat Alexander Stilcken für die WamS verfasst. Der Anfang ist zwar etwas holprig, aber auf der zweiten Seite läuft er richtig zur Hochform auf und der Leser erfährt unter anderem, wie Rolex - Robin Hood ähnlich - das Geld von den Reichen nimmt und den Armen gibt. Gut zu wissen!

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Mittwoch, Juni 21, 2006

Bedienung des Rolex-Automatik-Kalibers 3135

Rolex + Uhr bedienen?

Weil ich gerade das hier lese. Eine Rolex ist, ausser der Daytona natürlich, eine sogenannte einfache Uhr und daher auch einfach zu bedienen. Nehmen wir einmal ein beliebiges Oyster-Modell mit Kaliber 3135. Die Krone hat vier Stellungen - verschraubt, normale (Aufziehen), erste (Datum stellen) und zweite Position (Uhrzeit stellen). Mehr ist es nicht, nicht ganz. Die Inbetriebnahme, wenn die Uhr mal längere Zeit nicht getragen wurde oder auch Korrekturen an Zeit und Datum, sollten am Tage zwischen 08.00 und 18.00 Uhr vorgenommen werden, dann befindet sich der Mechanismus für die Datumsschaltung nicht in Aktion.
  1. Krone lösen (in Normalposition)
  2. ca. 20 Mal entgegen der Uhrzeigerrichtung aufziehen, damit der Sekundenzeiger läuft und eine gewisse Vorspannung der Feder erreicht wird.
  3. Ist der Sekundenzeiger bei der 12 angelangt, Krone in zweite Stellung herausziehen (Sekundenzeiger hält an) und die Zeiger im Uhrzeigersinn drehen bis das Datum wechselt, dann Uhrzeit zwischen 08.00 Uhr und 18.00 Uhr einstellen.
  4. Krone wieder in Normalstellung drücken, die Uhr beginnt zu laufen
  5. Jetzt die Krone in die erste Position herausziehen und das Datum korrigieren. (Uhr läuft weiter)
  6. Krone wieder in Normalposition drücken. Fertig. Fast!
  7. Krone wieder fest verschrauben, aber nur mit der Hand! Jetzt aber, fertig!
Zum Korrigieren des Datums einfach nur Krone lösen, in die erste Stellung herausziehen und Datum einstellen.

Zum Korrigieren der Uhrzeit einfach nur Krone lösen, in die zweite Stellung herausziehen und Uhrzeit einstellen.

Ach ja, das Automatik-Kaliber 3135 zieht beidseitig auf, auch wenn Sie es durch die Rubin-Lagerung des Rotors nicht hören. Ihre Rolex wird daher nicht stehenbleiben, solange Sie sie tragen.

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Rolex-Replica: Internetauktionshäuser müssen haften

Wer Rolex-Uhren fälscht oder gefälschte Uhren in Umlauf bringt, verletzt das Markenrecht und macht sich strafbar, auch wenn er die Fälschung als Replica oder Nachahmung kennzeichnet. Aber wie ist es mit dem Betreiber einer Auktionsplattform im Internet, der den Fälschern einen Handelsplatz bietet?

Rolex (Klägerin) klagte gegen einen solchen Betreiber (Beklagte) mit der Begründung, dass es zumutbar sei solche Auktionen - Rolex führte Beispiele von neun Rolex-Replica an - zu filtern und zu verhindern. Der Betreiber der Auktionsplattform war jedoch der Ansicht, dass es sich um Privatauktionen handelte, daher kein Markenrecht verletzt wurde und die Handelsplattform damit schon gar nichts zu tun hätte, weil man keine Kenntnis der Inhalte und keinen Einfluss darauf hätte.

Interessantes Urteil. Das Gericht hatte eine mögliche Haftung verneint. Der Klägerin stünden weder Unterlassungsanspruch noch Auskunfts- und Schadensersatzansprüche zu. Die Beklagte nehme keinerlei Einfluss auf den Angebotstext. Die Beklagte hatte zudem unwidersprochen vorgetragen dass es (noch) nicht möglich sei, Angebote mit rechtsverletzendem Inhalt mit Hilfe einer Software zu erkennen.

Da verkauft jemand neun Rolex-Replica und es ist nicht gewerblich? Solche Angebote können nicht durch Software ermittelt werden? Wenn der Verkäufer die Beklagte schon mit der Nase darauf stösst, dass es sich um illegale Ware handelt, dann entfällt trotzdem die Haftung? Wie blauäugig war eigentlich der Richter?

Zum Glück sieht die Revision das anders:
" a) Das Haftungsprivileg des § 11 Satz 1 TDG, das den Diensteanbieter, der fremde Informationen für einen Nutzer speichert ("Hosting"), von einer Verantwortlichkeit freistellt, betrifft nicht den Unterlassungsanspruch.

b) Der Umstand, daß ein Diensteanbieter im Rahmen des Hosting eine Plattform eröffnet, auf der private und gewerbliche Anbieter Waren im Internet versteigern können, reicht nicht aus, um ihn als Täter einer Markenverletzung anzusehen, falls ein Anbieter gefälschte Markenware (hier: falsche ROLEX-Uhren) zur Versteigerung stellt. Eine Haftung als Teilnehmer an der durch den Anbieter begangenen Markenverletzung setzt zumindest bedingten Vorsatz voraus.

c) Eine Haftung als Störer setzt voraus, daß für Diensteanbieter zumutbare Kontrollmöglichkeiten bestehen, um eine solche Markenverletzung zu unterbinden. Ihm ist es nicht zuzumuten, jedes in einem automatisierten Verfahren unmittelbar ins Internet gestellte Angebot darauf zu überprüfen, ob Schutzrechte Dritter verletzt werden. Wird einem Diensteanbieter ein Fall einer Markenverletzung bekannt, muß er nicht nur das konkrete Angebot unverzüglich sperren, sondern auch technisch mögliche und zumutbare Maßnahmen ergreifen, um Vorsorge dafür zu treffen, daß es nicht zu weiteren entsprechenden Markenverletzungen kommt.

d) Eine markenrechtliche Verwechslungsgefahr wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß die mit dem fremden Zeichen versehene Ware ausdrücklich als "Replika" oder "Nachbildung" bezeichnet wird."
via jurpc.de

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Montag, Juni 19, 2006

Citizen Skyhawk Black Eagle JR3155-54E im Test


Endlich hat Citizen in seine Fliegerchronographen die Eco-Drive-Technologie integriert und damit auch hier einen Bateriewechsel überflüssig gemacht. Die Citizen Skyhawk Black Eagle JR3155-54E ist das jüngste Modell aus der Serie, lanciert in 2006.


Technik
  • Gehäuse (grau) und Band (schwarz) aus Ionen-beschichtetem Edelstahl
  • analoge Anzeige von Stunden, Minuten, Sekunden
  • analoge UTC-Zeit bei der Zwei
  • analoge 24-Stunden-Anzeige bei der Zehn
  • Funktionsanzeige bei der Sechs
  • LCD-Anzeigen bei der Acht und der Vier
  • Weltzeit und Kalender von 22 Zeitzonen (30 Städten)
  • zusätzlich eine freiwählbare Zeitzone einer Stadt
  • drei Weltzeit-Alarme
  • Chronograph mit Messung der 1/100 Sekunden bis zu 24 Stunden
  • Timer (Countdown) bis zu 99 Minuten
  • Schnellumschaltuing zwischen Analog und Digitalzeit
  • bombiertes Mineralglas
  • Rechenschieber für Multiplikation-/Division-, Dreisatz- und Flugdatenberechnungen
  • verschraubter Boden
  • Energiesparfunktion
  • Wasserdicht bis 100 Meter
  • Sicherheitsfaltschliesse
  • Eco-Drive-Technologie mit Anzeige des Ladezustandes der Sekundärbatterie bei der Acht
  • Gehäusedurchmesser 43 Millimeter
  • Durchmesser der Lünette 39 Millimeter
  • Durchmesser des Glases 29 Millimeter

Beschreibung

Auf den ersten Blick könnte man aufgrund der Farbgebung meinen, eine Uhr aus dem Automaten vor sich zu haben. Beim zweiten Hinsehen jedoch stellt man eine sehr gute Verarbeitung und raffiniertes Design fest. Gehäuse und Band sind mattiert mit geschicktem Einsatz einiger polierter Flächen, was der Black Eagle einen professionell edlen Charakter verleiht. Die Ablesbarkeit der analogen Zeitanzeige ist kontrastbedingt hervorragend, durch die Leuchtzeiger/-indexe auch in der Nacht. Die Anzeigen der Totalisatoren werden manchmal durch die Zeiger überdeckt, das ist jedoch hinnehmbar. Die zwei LCD-Anzeigen sind klein, aber noch ausreichend abzulesen. Citizen gibt an, das Glas würde nicht reflektieren, jedoch tut es das. Ich setze hier als Massstab die antireflex-beschichteten Saphir-Gläser eines schweizer Herstellers von Fliegeruhren an. Die Lünette ist aus Plastik mit Metalleinlagen für die Skalierung gefertigt, was Sinn macht, weil diese bei eventuellen Beschädigungen kostengünstig ersetzbar ist. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend. Mit der Krone werden die Funktionen angewählt und mit den Drückern bei der Zwei und der Vier bedient. Die Uhr macht einen robusten Eindruck und darf, laut Citizen, auch auf dem Golfplatz getragen werden. Was mich besonders freut, ist die Anzeige des Ladezustandes der Sekundärbatterie. Damit erlebt man keine bösen Überraschungen, wenn mal die Uhr über längere Zeit im Dunkeln lag. Wobei ich feststellte, dass das Zifferblatt als Solarzelle und die Batterie sehr leistungsfähig sind. Man braucht sich im Alltag also nicht um den Ladezustand zu kümmern.


Inbetriebnahme

Vielleicht noch ein Hinweis zur Inbetriebnahme. Die Uhr wird ab Werk im sogenannten "Manuellen Energiesparmodus" geliefert. Dieser muss vor dem Laden der Sekundärbatterie deaktiviert sein. Dazu braucht nur die Krone in die zweite Stellung herausgezogen und wieder zurück in die normale Position gebracht werden, fertig. Weiterhin ist die Uhr mit einer Kalibrierungsmöglichkeit der Zeiger ausgestattet. Mit dieser sollte man vor der ersten Inbetriebnahme die korrekte Stellung der Zeiger prüfen und eventuell korrigieren. Danach geht's zur Stellung der Digitalzeit einschliesslich der Sommerzeiten. Die analoge Zeit holt man sich dann einfach mit der Schnellwechselfunktion zwischen Analog- und Digitalzeit, fertig.


Fazit

Wer einen Allrounder mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis unter den Zeitmessern sucht, kommt an der Citizen Skyhawk Black Eagle nicht vorbei. Eine wirklich gelungene Kreation!

Foto: Citizen

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Video: Bei Patek Philippe hinter die Kulissen geschaut

Vor einiger Zeit hatte Kronzuckers Kosmos auf N24 über die Genfer Edelmanufaktur Patek Philippe berichtet. Hier ist der Beitrag.

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Montag, Juni 12, 2006

Chronometer oder Chronograph oder Chronoskop

Die Begriffe Chronometer und Chronograph werden im Alltag oft verwechselt. So erhalten Uhren mit zusätzlichem Mechanismus, welcher durch Drücker zum Messen der Zeitdauer eines Ereignisses in Gang gesetzt wird, meist fälschlicher Weise die Bezeichnung Chronometer. Solche Uhren sind Chronographen (Volksmund: Stoppuhr) oder Chronoskope (Messung sehr kleiner Zeitabschnitte). Sie können jedoch auch als Chronometer zertifiziert sein, wenn sie die strengen Chronometerrichtlinien der 1973 gegründeten Non-Profit-Vereinigung Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC) erfüllen.

Die COSC definiert Chronometer als eine hochpräzise Uhr, die Sekunden anzeigt und deren Uhrwerk mehrere Tage in fünf verschieden Lagen und drei Temperaturen durch die COSC getestet wurde. Jedes Chronometer ist ein Unikat mit einer durch die COSC vergebenen und auf dem Werk eingravierten Nummer.

Das Chronometerzertifikat kann sowohl für mechanische als auch für Quarzwerke vergeben werden.

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